Ich betrachte das Thema nicht nur aus der Sicht der Kunden oder der Allgemeinheit, sondern auch aus der OEM-Sicht. Laut https://eur-lex.europa.eu/lega…PDF/?uri=CELEX:32009R0385 kann die
Zusatzausstattung wie zusätzliche Reifen-/Radkombinationen unter ‚Anmerkungen‘ angegeben werden. Es gibt aber keine Verpflichtung. Das ist eine Extrawurst für die Kunden.
Toyota ist ein Wirtschaftsunternehmen, muss das Geld verdienen und macht das im Moment ziemlich gut.
Toyota arbeitet nach Toyota-Produktionssystem (TPS) und dieses System bietet für Toyota sehr viele Wettbewerbsvorteile: Volkswagen schafft zum Bespiel mit 680.000 Beschäftigten weniger Autos als Toyota mit 380.000 Mitarbeitern jährlich produzieren. Wieviel von dieser VW-Mitarbeiter sind mit bürokratischen Aufgaben ohne echte Kundenvorteile beschäftigt?
Laut Google-KI „Das Toyota-Produktionssystem (TPS) ist ein ganzheitliches, schlankes Management- und Produktionskonzept. Es zielt darauf ab, Verschwendung zu eliminieren, höchste Qualität zu sichern und Ressourcen maximal effizient zu nutzen.“
Zusätzlicher Prozesse wie Reifen-/Radkombinationen-Eintragungen in COC verursachen zusätzliche Kosten und Fehlerquellen: die Software muss dafür angepasst und gepflegt werden, Reifen-/Radkombinationen müssen für jede Konfiguration in die Datenbanken eingetragen werden, alles muss durch Mitarbeiter überwacht werden und etc.
Viele Hersteller, die in der Regel zusätzliche Reifen-/Radkombinationen in COC eintragen, „vergessen“ oft das bei einzelnen Fahrzeugen/Ausstattungen diese Eintragungen voll oder teilweise. Es scheint nicht einfach zu sein diese COC-Eintragungen korrekt zu pflegen. Es gibt Beispiele aus den Foren.
Das wäre nur sinnvoll, wenn diese Ausgaben durch mehr Einnahmen kompensiert werden können.
Kann diese Eintragung für Toyota mehr Verkäufe und Einnahmen generieren?
- Leasing und Finanzierung-Kunden können diese Extrawurst gar nicht genießen: das COC liegt bei Bank und für Kunden nicht erreichbar. Die Toyota-Bank kann zwar aus Kulanz eine COC-Kopie für Kunden machen: das führt zu mehr bürokratische Ausgaben: Bank-Mitarbeiter arbeiten nicht kostenlos. Übrige Kunden bekommen das COC erst nach dem Kauf und können Kaufentscheidung von dieser Eintragung nicht abhängig machen. Alte Toyota-Hasen wissen bereits, dass Toyota nur eine Reifen-/Radkombination einträgt. Alle Kunden können Bedienungsanleitungen im PDF-Format von Toyota.de heruntergeladen. Nach der FIN-Eingabe kann eine richtige Bedienungsanleitung herunterladen werden. Da stehen freigegeben originale Radgroßen. Papier-Bedienungsanleitungen gibt es bei Toyota seit mehr als 10 Jahre nicht mehr.
- Toyota-Händler brauchen COC nicht um relativ teurere Original-Räder zu verkaufen. Für Kunden, die Zweifel haben, können Toyota-Händler in der Regel Gutachten/Bescheinigungen und etc. ausdrucken.
- Reifenhändler brauchen das COC in der Regel auch nicht: sie haben eigene Gutachten und Kataloge. Es gibt aber Beispiele aus den Foren: Einige Reifenhändler fordern von Kunden eine COC-Kopie und lehnen die Lieferung ab, weil die bestellte Reifen-/Radkombinationen nicht im COC steht: eventuell landet der Kunde wieder bei Toyota und kauft gleiche originale Reifen-/Radkombinationen beim Toyota-Händler. Originale Toyota-Räder sind teuer und margenstark: nicht-Eintragung führ eventuell zu mehr Einnahmen für Toyota.
- Eintragungen, Bescheinigungen, Gutachten für Räder sind eigentlich nur für den deutsche Markt relevant (eventuell noch Schweiz und Österreich). Diese Dokumente gibt es in der Regel nur auf Deutsch. Toyota verkauft in Deutschland ca. 0,8% vom weltweiten Absatz. Wozu ist der ganze Aufwand für weniger als 0,8% der Kunden?