Oh je, ich hab´s befürchtet. Das Problem bist Du, nicht der Assistent. Der Tempomat ist kein Autopilot.
Vorweg zur Klarstellung: Der Abstandstempomat ignoriert stehende Hindernisse. Das kann auch gar nicht anders sein, denn ein Radar im Auto sieht ständig und überall stehende Hindernisse. Leitplanken, Schilder, Bäume, parkende Autos, ... Das clevere an der Logik ist die Fähigkeit, neben all diesen Hindernissen (die das Radar sieht) den Vordermann zu identifizieren.
Wenn das Abstandsradar den Vordermann unter den ganzen anderen Signalen identifiziert hat, kann es den Abstand zu diesem versuchen, gleich zu halten. Und zwar ohne abruptes Bremsen. Das funktioniert sehr gut.
Ich weiß aber nicht, wie man auf die Idee kommen kann, völlig fremdgesteuert auf ein stehendes Hindernis zu fahren, ohne selbst rechtzeitig zu bremsen.
Was da abrupt gebremst hat, war der Notbremsassistent. Sorry, aber das ist völlig irre, so lange zu warten, bis der Notbremsassistent eingreift. Nochmal: es ist ein Abstands-Tempomat, kein Autopilot. Mit Deinen Harakiri-Spielchen mit der Technik gefährdest Du Dich und andere Verkehrsteilnehmer.
Hast Du Dir mal Gedanken gemacht, warum es nur auf Schnellstraßen und Autobahnen genutzt werden soll? Das war kein Vorschlag.
Schon mal auf der Autobahn hinter einem Lkw gefahren und dann den Blinker links gesetzt, während der Tempomat auf einer höheren Geschwindigkeit eingestellt war? Dann gibt das Auto Gas. Stell Dir mal vor, Du willst innerorts links abbiegen und setzt den Blinker.
Wer den Abstands-Tempomat auf solchen Straßen nutzt, sollte das wissen und im Griff haben. Hast Du das im Griff?
Könnt ich mich aufregen. Ach, hab ich ja schon.
