Ausgebildeter KFZ Mechaniker und Schrauber zu sein, hat sich für mich definitiv immer gelohnt. Ja, man wird dreckig und manchmal muss man dem Pleitegeier Kumpel/ Kumpeline auch mal den Arsch retten, aber ich weiss nicht, ob ich 50 geworden wäre, wenn ich meinen 5er BMW in den letzten 10 Jahren und 250.000KM jemals in eine Werkstatt hätte stellen müssen. So eine Karre kann auch einen Profi in die Klapse schaffen, eben weil diese Mühle sich jeden Monat irgendeine neue Fissematente ausgedacht hat um mein kardiovaskuläres System auf Dichtheit zu prüfen. Irgendwann vor 2 Jahren hatte ich mich dann endlich einmal im Kreis drumrumrepariert und es gingen dem Auto die Ideen aus.
Das Geld ist nichtmal das Problem, es ist die Aufregung darüber wie man in Werkstätten teils rotzfrech über den Tisch gezogen, belogen und betrogen wird. Was ich selbst machen kann mache ich prinzipiell selbst. Solange der Rolla Werksgarantie hat arbeite ich dem Auto etwas zu und danach wird sich noch zeigen.
Ich sag mal ganz frech,daß in den meisten Werkstätten gar nicht mehr repariert wird,sondern nur noch Teile ausgetauscht werden. Oft scheitert es ja schon an einer richtigen Fehlerdiagnose. Wenn die OBD nix ausgibt,sind viele schon mit ihrem Latein am Ende und die fröhliche Teiletauscherei beginnt. Als zahlender Kunde bist du dann richtig am Arsch.
Zeitwertgerechte Reparatur kennen viele gar nicht.
Wenn man sich umschaut, z.B. im Haushalt, da sind auch wenige Geräte noch reparierbar. Entweder bekommt man keine Ersatzteile,wenn man es selber versucht oder es ist unwirtschaftlich es reparieren zu lassen.
Ich versuche es immer ersteinmal selbst zu reparieren, egal ob Waschmaschine,Spülmaschine oder Kaffeevollautomat und meistens klappt das auch. Learning by Doing.