Beiträge von ELMax

    Das mit dem trainierten Gehör wird allgemein überschätzt. Das hat früher vor 20 Jahren noch gut funktioniert, als weniger Autos auf der Straße unterwegs waren und lautere Verbrennungsmotoren die Regel. Heute bestehen die Straßen in der Stadt aus viel mehr allgemeinen Lärm und die Rollgeräusche von E-Autos gehen darin einfach unter, besonders wenn die Straße trocken ist. Bei Nässe hört man sie zwar etwas deutlicher, aber es ist trotzdem schwierig Entfernung und Richtung genau abzuschätzen. Das Gehör einer blinden Person, ist eher auf "bekannte" Geräusche zur Orientierung in der Umgebung trainiert, wie eine Ampel mit Blindenleitsystem in der Nähe oder das Rattern von Einkaufswagen beim REWE an der Ecke.


    Der letzte Zusammenstoß von ihr mit einem E-Auto war an einer Ampel. Sie hatte Grün und ein Autofahrer von gegenüber wollte rechts vor ihr abbiegen. Er hat nicht damit gerechnet, dass sie so schnell laufen würde, weil sie ja blind ist :rolleyes: und wollte sich noch schnell vor ihr durchmogeln, anstatt auf sie zu warten. Sie hat ihn nicht kommen hören ohne AVAS und weil der restliche Querverkehr einfach viel lauter war, als seine geringen Rollgeräusche. Zum Glück ist er nur über ihren Blindenstock gefahren, was am Ende aber 200 € Schaden am Stock ausgemacht haben.


    Autos ohne AVAS sind für sie quasi "unsichtbar", solange sie nicht die einzige Geräuschquelle sind oder nicht schnell genug fahren.

    Und auch ich bin froh, dass ich noch einen TS Lounge aus 2019 ohne AVAS habe und verstehe zwar die Intension dafür, aber halte das AVAS für überflüssig, denn wer am Straßenverkehr teilnimmt - und dazu zählen auch Fußgänger, Fahrradfahrer etc - hat sich vorher mit den Augen zu vergewissern, dass der Weg für die Straßenüberquerung oder was auch immer frei ist. Just my two cents.

    Meine Partnerin ist blind. Für sie bedeutet AVAS ein wenig mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Zusammenstöße mit Radfahrern, die man auch nicht hören kann, sind meistens weniger schmerzhaft, als Zusammenstöße mit Autos, die man nicht hören kann. AVAS ist genau dafür gedacht. Nicht für Träumer, die nur zu blöd sind am Straßenverkehr teilzunehmen.

    Mein alter Mazda 323 c hatte mehrfach nacheinander eine leere Batterie wegen eigener Blödheit. Der hatte am Dachhimmel genau in der Mitte zwischen den Vordersitzen die Innenraumbeleuchtung sitzen mit einem kleinen Schalter dran. Meistens haben meine Freundin und ich Tasche und Rucksäcke hinter den Sitzen transportiert. Da das Modell nur ein Dreitürer war, haben wir die Rucksäcke also immer zwischen den Sitzen hindurch gezogen und dabei unbemerkt das Licht an dem kleinen Schalter eingeschaltet. Die Innenbeleuchtung war auch noch so dunkel, dass es am Tag überhaupt nicht aufgefallen ist, wenn die Beleuchtung aktiv war und natürlich gab es weder einen Hinweis durch das Auto, noch eine automatische Abschaltung nach einer bestimmten Zeit, wenn das Auto verschlossen wurde. Nach der dritten Starthilfe durch den ADAC, ist uns dann aufgefallen welcher Verbraucher die leere Batterie verursacht hat, was aber nicht bedeutet, dass der ADAC nicht noch 2 weitere Male genau deswegen antanzen durfte :rolleyes:

    Auch nach der 5. Entladung, war die Batterie damals noch in Ordnung.

    P.S. die Frage ist wirklich, gibt es jetzt in jeder einzelnen Datei ein Fader, "leere Frames" oder Lücken?

    oder macht der Player zwischen jeder Datei einfach eine lade Pause.

    Das wird man nicht weg bekommen, wie sollte sowas gehen?

    Kurze Antwort: ja jeder Titel hat am Anfang eine Lücke von 2 Sekunden, das sogenannte Pregap (Vorlücke) und am Ende leere Frames, aber das sollte kein Problem darstellen.


    Lange stark vereinfachte Antwort: Im Prinzip besteht eine Audio-CD aus einer langen Datenspur (in etwa vergleichbar mit einer Schallplatte), bei der man vor jeden Titel dieses Pregap eingefügt hat, damit man Anfang und Ende eines Titels erkennen kann. Auf Sektoren, Bits und Bytes gehe ich der Einfachheit halber nicht genauer ein. Sie sind aber dafür verantwortlich, dass ein Titel auf Grund der Art der Speicherung nach dem letzten Ton quasi noch leere Frames besitzt, um den letzten Speicherblock voll zu schreiben, bevor der Neue beginnen kann. Diese leeren Frames liegen meist aber nur im Millisekundenbereich und durch die unterschiedliche Länge war man gezwungen auf andere Art Pausen zwischen den einzelnen Titeln zu generieren, also hat man das Problem mit Pregap gelöst.

    Normalerweise sind das die 2 Sekunden Stille, die wir als Lücke zwischen den Titeln kennen und vor dem Titel abgespielt werden. Die meisten alten CD-Player zählen deswegen den nachfolgenden Titel noch mit -0,02 ein und bei der Zeit von 0,00 beginnt dann wieder die Musik zu spielen. Bei einer Live-CD wird das Pregap einfach schon mit Musik beschrieben, sodass die Lücke von 2 Sekunden akustisch nicht entsteht und die leeren Frames im Millisekundenbereich davor, nehmen wir einfach nicht wahr. Soweit zum CD-Player.


    Wenn wir jetzt eine CD rippen wollen erzeugt das gleich mehrere Probleme. Das Pregap gehört ja eigentlich zum nachfolgenden Titel. Würden wir also die CD wie vorgesehen rippen, hätten all unsere MP3 oder FLAC-Dateien eine 2 Sekunden-Lücke am Anfang eines Titels. Beim Abspielen auf dem PC wäre das natürlich richtig blöd, wenn jede Datei mit einer Pause beginnen würde, also fügen die meisten CD-Ripper bei der Umwandlung in MP3 oder FLAC diese 2 Sekunden immer an das Ende des vorhergehenden Titels an oder entfernt diese gleich komplett. Damit fängt die Musik quasi bei 0,00 Sekunden zu spielen an und man bekommt seine Pausen beim Abspielen mehrerer Titel am Stück, bzw. nur minimale Pausen. Was bei der normalen Audio-CD also durchaus in Ordnung ist, versaut uns natürlich das Musikerlebnis bei einer Live-CD. Hier bedarf es eines CD-Rippers, der die Pregaps nicht ans Ende anfügt oder einfach löscht, sondern er muss die Pregaps zum richtigen Titel zuordnen und die Frames auch punktgenau speichern. Hier schließt sich übrigens das Folgeproblem an, warum MP3 dafür nicht geeignet ist. Beim MP3-Format muss der letzte Frame mit Stille aufgefüllt werden, wodurch die Lücke größer wird und dann wäre da noch die Kodierverzögerung am Anfang eines Titels. (Ja man kann mit der entsprechenden Software oder Abspielgerät auch diese beiden Dinge beschleunigen bzw. entfernen, aber das hilft uns im Toyota auch nicht weiter.)

    Also bleibt nur FLAC als Dateiformat, in Kombination mit der entsprechenden Software und den passenden Einstellungen zum Rippen, um die Live-CD lückenlos und ohne Datenverlust abzuspielen.

    Ich hab die CD mit dem normalen Windows-Media-Player gerippt.

    Und da ist schon dein Problem. Der Windows-Media-Player erkennt die leeren Frames nicht und fügt erst die Lücken ein. Empfehlen kann ich dir Exakt Audio Copy als CD-Ripper. Der erkennt genau die leeren Frames und Lücken eines Titels, gibt die Titel am Ende als FLAC aus und rippt dir die CD so, dass die Titel lückenlos abgespielt und trotzdem einzeln angewählt werden können.


    Edit: Evtl. ist noch FLAC nötig, bin mir aber gerade nicht sicher, da ich FLAC damals schon vorher installiert hatte. Aktuell habe ich aber seit gut 2 Jahren keine CD mehr gerippt, da ich noch nicht mal mehr ein Laufwerk am Rechner besitze und nutze.

    Es liegt an den Formaten selber. MP3 und AAC können eigentlich nicht unterbrechungsfrei abgespielt werden, weil sie nicht dafür ausgelegt sind. Die Dateiformate bestehen aus festen Blöcken, sodass am Ende einer Datei, automatisch leere Frames entstehen, weil die eigentliche Musik nicht bis zum Ende eines Blockes gereicht hat. Dazu führt der Kodiervorgang jeweils zu einer kurzen Pause am Anfang einer Datei. Im Laufe der Zeit hat man dann Player entwickelt, die den aktuellen Titel und den nachfolgenden Titel gleichzeitig abspielen, um so die Lücke zu überbrücken. Das war quasi nur die Notlösung, kein richtiger Übergang. Das ursprüngliche CD-Format CDA ist für unterbrechungsfreies Abspielen ausgelegt, funktioniert aber nur, mit bestimmten Softwareplayern oder wenn die Firmware des Players es zulässt.


    Grundsätzlich sollten alle Lossless-Formate unterbrechungsfrei abgespielt werden können, was in unserem Fall also nur FLAC bedeutet. Dafür sollte dann aber keine billige Umwandlung eines anderen Formats als Quelle vorliegen, da man sonst wieder den leeren Frame mit in der Datei drin hat. OGG Vorbis und Apples ALAC unterstützen zwar die unterbrechungsfreie Wiedergabe, allerdings nur wenn die Software mitmacht.