Ahh.. Dann bist du einer der vielen 120er Mittelspurschleicher
ne, eigentlich eher der, der rechts hinter den Lkw´s bleibt u deren Windschatten nutzt ![]()
Ahh.. Dann bist du einer der vielen 120er Mittelspurschleicher
ne, eigentlich eher der, der rechts hinter den Lkw´s bleibt u deren Windschatten nutzt ![]()
Also, das 129.99$ Angebot, welches Kollege Buffy da geteilt hat ist schon durchaus ein heutzutage (noch) realistisches Angebot in den US of T. Und klar, da kommen sicher noch ein paar $$$'s drauf für die 5% sales tax. Es ist ein stinknormaler Service. Bei Toyota USA gilt die 5000-7500-10000 Mile Regel und die Autos erleben einen Bruchteil der Last, die sie auf Deutschen Autobahnen erleben.
Aber im Grunde ist das machbar für diesen Preis. Hebebühne, Öl & Filter raus und wieder rein, visuelle Inspektion, Filter, Kerzen falls fällig. Upsells abklappern (Bremsen, Reifen, Öle, Wischer, Lampen usw.) Deckel wieder drauf und wech mit dem Kunden.
Man wird an der Stelle versuchen, alle möglichen Zusatzservices zu verkaufen, aber ein steifer Sparfuchs (z.B. aus Deutschen Gefilden) würde sicher vorher Zuhause einüben energisch NO! zu sagen. Man nimmt auch keine 35€ für einen Liter 0W20 Synthetic Plörre und auch beim Öl wird man Upgrades angeboten bekommen.
Ich hab in den USA als Serviceberater und Freelance Consultant eine Menge Geld damit verdient, Frauen und sog. Intellektuellen beizubringen, sich bei Autokauf oder Werkstattbesuch NICHT über den Tisch ziehen zu lassen. Diese Tätigkeit ist heute extra lukrativ. Ein sehr guter Bekannter von mir betreibt eine Autokauffirma und "behandelt" nur Patienten, die nie im Leben selbst in ein Autohaus wandern würden, um ein blödes Auto zu kaufen. Man schaut auch in US Autohäusern auf den Umsatz und spekuliert darauf, dass der Kunde den Blick auf das Notwendige verliert. Es gibt sie, die Buyer Reps, die für eine Flatrate den Autokauf erledigen ohne dass der Käufer sich getriggert fühlt einen schleimigen Hochdruckautoverkäufer zu erwürgen. Auch da wird gelogen, dass sich die Balken biegen.
Nun sind diese Erfahrungen aus Verkauf und Servicemanagement doch schon älter und weder Toyota noch sonst irgendein Hersteller ist heute noch das, was er vor 20 Jahren war.
Man hat Wege gefunden, den Kunden zu monetarisieren. Obs nun ein 1500€ Service ist, oder Zubehör, das knapp 75% über EKH angeboten wird - egal. Es findet sich immer jemand, der sein Geld dalässt und sich dabei wohl fühlt.
Fakt ist - ein durchschnittlich technisch begabter Mensch kann einen Toyota für einen Bruchteil der veranschlagten KVA's für einen Service am Leben halten. Es erfordert etwas Aufwand und vielleicht ein paar Werkzeuge und Rampen/ Wagenheber, aber es ist machbar. Man muss ein paar Dinge beachten und manchmal die Profi's ranlassen (Bspw. Bremsen, Strom) aber nichts unter der Haube eines Toyota erfordert einen Abschluss in Raketenwissenschaften.
Während der Garantiezeit = Vertragswerkstatt.
Danach = Care/ Upkeep/ Maintenance as required.
Das Problem wird am Ende immer die Elektronik und elekrtonische Bauteile sowie ROST sein. Daran geht im Jahre 2026 nach Christus kein Weg vorbei - obwohl wir es geschafft haben, tonnenschwere Gegenstände ins Weltall zu katapultieren, die dann automatisch GENAU da landen, wo wir sie losgeschickt haben. Aber wir bekommen es nicht hin, ein Auto zu bauen, das nicht verrostet. Das nennt sich institutionalisierter Wahnsinn und alle gucken zu und nehmen es lethargisch hin.
Genausowenig kommen wir Deutschen auf den Trichter, das Tempo den Verkehrsverhältnissen anzugleichen. Aus aller Herren Länder kommen PS Prolethen zu uns um ihre Sportschleuder auf Deutschen Autobahnen auszufahren. Würden sie Zuhause so fahren wie bei uns, säßen sie im Knast und das Auto würde beschlagnahmt.
Für einen Hypermiler ist die mittlere Spur bereits ein Irrenhaus, dessen Aufsichtsperson längst kapituliert hat, die ganz linke gehört den Vertreterporsche's und vollends hirnbefreiten, die sich da ihre Gladiatorenkämpfe liefern. Wenn man nicht mitspielt oder einsieht den letzten Nerv oder Euro ins tägliche Pendeln zu stecken, ist man ein Schleicher. Innere Ruhe ist kein Zeichen von Schwäche.
Ich arbeite für einen Fahrzeughersteller, dessen Servicenetz Servicetermine mit 1-3 Monaten Wartezeit vergibt, man könnte denken, man muss zum Facharzt. Die Autohäuser mit denen ich so täglich Kontakt pflege, rufen royale Preise auf und arbeiten mit Personal, dass weder im Kundendienst noch im Service oder Verkauf was zu suchen haben. Gutes Personal ist kaum zu finden und dieses Phänomen zieht sich durch verschiedenste Branchen.
Restaurants die an einem Wochenende lieber die Türen zu machen, statt zu versuchen mit zu wenig unmotiviertem Personal einen Betrieb aufrechtzuerhalten. Arztpraxen, die weder MFA's noch Vertretungs/ Nachfolgeärzte finden. Autoteilehändler die den Aussendienst einstampfen oder mit zwei, drei Hansi's versuchen die guten alten Zeiten am Leben zu halten. Man berät sich das Maul fusselig und der Kunde kauft für einen Euro weniger bei Ebay seine Teile.
Also ist es was es ist und es ändert sich nicht.
Es kann sich nicht ändern und die Preise werden erst zurückgehen, wenn die Regierung und die EU es geschafft haben, das Thema Mobilität zu privaten Zwecken weitestgehend einzustampfen. Wir brauchen unsere Strassen für Pendler, Steuerzahler und LKWs, damit Mutti Friedhelma ohne Herzinfarkt einkaufen gehen kann.
😉 Weiter gehts. Und morgen ist Montag! 😆
Dafür zahlst du in den USA 50$ für einen Burger.
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