Und wir werden mit unseren Autos nie im effizientesten Bereich fahren. Denn das Muscheldiagram sagt ja: sehr hohe Last (also stark das Gaspedal drücken) bei niedriger Drehzahl.
Das ist halt das, was mich mal interessieren würde. Zum Einen, wie das Muscheldiagramm bei unseren Autos aussieht und wie hoch die Last ist, wenn man den Ecobalken genau bis an die Grenze zum Powerbereich ausfüllt. Dem Ecoscore nach ist das ja genau das, was er haben will. Dann schafft man beim Beschleunigen 95 Punkte und mehr.
Das Gaspedal ist ja mehr oder minder nur für das Steuergerät die Info, wie stark ich beschleunigen will = wie viel Leistung ich haben will, aber nicht, wie weit ich die Drosselklappe öffne. Und zu dieser Leistungsanforderung sucht er sich dann die (vermeintlich) effizienteste Kombination aus Drehmoment und Drehzahl. Es könnte also sein, dass man, wenn man beim Beschleunigen aus dem Stand, den Ecobereich voll nutzt, bereits so viel Drehmoment anfordert, dass es effizient ist. Das scheint mir im Sinne der Entwickler zumindest durchaus plausibel ![]()
Mir scheint das auch insofern realistisch. Der 2.0er beschleunigt dabei mit etwa 1700-1800 U/min, wenn der Akku normal gefüllt ist. Bei der Drehzahl ist bei einem Saugmotor das maximal verfügbare Drehmoment und damit die maximal verfügbare Leistung eher bescheiden. Wenn dann dieses maximal mögliche Drehmoment bei dieser Drehzahl aber (nahezu) voll genutzt wird, kommt diese dann doch ganz passable Beschleunigung bei rum. Sprich: obwohl nur zärtlich Gas gegeben wird, reißt er bereits die Drosselklappe (fast) voll auf und fährt mit optimaler Füllung. So mein Gedanke.
An die Leute mit Auslesetechnik: könnt ihr die Drosselklappenstellung lesen?
P.S.: seitdem der Bowdenzug am Gaspedal verschwunden ist, gibt es sowieso nicht mehr den linearen Zusammenhang zwischen Gaspedalstellung und Drosselklappenwinkel. Da wird oft bei niedriger Drehzahl bereits bei wenig Gas die Drosselklappe weit geöffnet.