Der ADAC beschäftigt seit Jahrzehnten Fahrsicherheitsexperten. Auch seit Jahrzehnten betreiben sie Fahrsicherheitszentren in vielen deutschen Städten und führen Crashtests durch. Und dann kommt ein Corolla GT 86 und sagt, dass er es besser weiß und dass das eine Stammtischparole ist. ![]()
Wer schon mal bei Starkregen auf der Autobahn war, hat bestimmt schon erlebt, dass die Vorderräder aufschwimmen. Dann kann man nicht mehr lenken, das Auto bleibt aber in der Spur. Wenn man dann das Lenkrad gerade hält und vom Gas geht, dauert es meistens nicht lange, bis man wieder Kontakt hat, weil sich die Geschwindigkeit langsam verringert hat.
Schwimmen aber die Hinterreifen auf - und das passiert bei wenig Profil - bricht das Auto urplötzlich aus. Da hat man dann auch als Möchtegern-Rennfahrer keine Chance mehr. Auch ESP rettet einen da nicht mehr.
Ich würde jedem, der dieses Risiko belächelt, ein Fahrsicherheits-Training z. B. beim ADAC empfehlen. Auf der Schleuderplatte gehen vielen Schlaumeiern die Augen auf. Das ist dann ein Aha-Erlebnis, das man bestimmt nicht vergisst. Ist bestimmt auch für Go-Kart-Fahrer ein neues Erlebnis. Das kann ich sagen, weil ich selbst oft Go-Kart gefahren bin und auch Hobby-Rennen gewonnen habe.
Übrigens: Die Funfacts oben haben nichts mit Sicherheit zu tun, sonst könnte man sich ja auch Slicks montieren, um schneller durch die Kurven fahren zu können. ![]()
Zum Thema Stammtischparole von früher:
Lange Zeit galt es als Faustregel beim Reifenwechsel die besseren Reifen unabhängig von der Antriebsart an der Vorderachse des Fahrzeugs zu montieren.
Mit ein bisschen googeln wird man feststellen, dass die Fachpresse, der TÜV und die Reifenhersteller alle dazu raten, das bessere Profil nach hinten zu machen.