Ich habe mir mal die Frequenzkurven der Focal-Lautsprecher angeschaut. Konkret die 165er Woofer für die vorderen Türen und die Tweeter. Und bei der Impedanz musste ich an Floh´s Beitrag oben denken. Floh, Du hast geschrieben, dass Du den Highpass für die Woofer und den Lo-Pass für den Subwoofer auf 80 Hz eingestellt hast. Erschien mir da schon sehr niedrig, aber das hast Du ja so eingestellt, weil es sich am besten anhört.
Hier mal die Frequenzkurve (schwarz) und Impedanzkurve (rot) des IS TOY165 Woofers:
Frequenzband-Focal_Woofer.jpg
Ich weiß jetzt nicht, wie das bei den Eton aussieht. Aber durchaus denkbar, dass die auch so eine Impedanzspitze im Tieftonbereich haben. Auf einschlägigen HiFi-Seiten gibt´s reichlich Lesestoff zum Thema Impedanzspitzen, und wie man sie glätten kann. Aber das ging mir dann doch zu weit. Außerdem würde das alles die Möglichkeiten meines DSP übersteigen.
Ich werde meinen Hi- und Lo-Pass wohl bei 150 Hz einstellen. Das wollte ich sowieso, denn der Subwoofer sollte für alles unter 150 Hz zuständig sein. Erstens dachte ich mir, der ist ja dafür gebaut. Und zweitens nehme ich so die tiefen Frequenzen weg von den Türen und damit auch mehr weg von draußen.
Jetzt mit diesem Frequenzgraphen ist mir klar, dass ich damit auch die Impedanzspitze weg von den Türlautsprechern nehme. Hierfür würden wohl auch 120 Hz reichen.
Und zum Thema Höchstfrequenzen absenken hier mal die Kurve vom Focal Tweeter:
Frequenzband-Focal_Tweeter.jpg
Hier sieht man schön, wie die Lautstärke ab 16 KHz deutlich hoch geht. In denke, an der Kurve wird deutlich, warum ein Equalizer hier viel besser geeignet ist, als ein gedämpfter Ausgang einer Hardware-Weiche. Minus 6 dB würden nicht nur die Spitze und den Anstieg dahin glätten, sondern den ganzen Tweeter ruhigstellen. Mit dem DSP kann man hier schön den EQ bei 20 KHz um 8 bis 9 dB absenken und mit dem Q-Wert die Flanke so einstellen, dass sich das bis runter zu 16 KHz gemildert auswirkt.
Dann hätte man dort eine horizontale Linie. Angepasst auf das gewünschte Frequenzband im Auto kann man dann natürlich noch weiter runter regeln. Also dass die schwarze Kurve rechts nicht mehr nach oben, sondern nach unten zeigt.
An diesem Beispiel vielleicht nochmal zurück zum Thema Phasendrehung. Der ICTOY165 von Focal hat ja beide oben gezeigten in einem Chassis als Koax mit eingebauter Frequenzweiche. Dort steht im Datenblatt zum Tweeter: "Inverted Dome". Also schon phasenverkehrt (invers) angeschlossen. Weil selber Einbauort ja gleichbedeutend ist mit selber Laufzeit und eingebaute Weichen gleichbedeutend mit Hi- und Lo-Pass.
Wenn ich beim Einbau den Schalk im Nacken habe und mir frei nach Maddin Schneider sage "ma muss au ma was riskiere", mache ich mir vielleicht mal den Spaß und pole den Koax-Tweeter um. Natürlich nur wenn man offen an die Lötstellen kommt, ich sowieso den Lötkolben in Betrieb habe und ich lange vorher keinen Sch... mehr gebaut habe. 
Ergebnis müsste sein, dass alles rund um 3.500 Hz ausgelöscht wird bzw. alles Richtung 2.000 Hz und Richtung 5.000 Hz viel leiser wird.
Damit arbeiten manche Autohersteller ja auch schon bei ihren Premiummodellen. Sie eliminieren damit unerwünschte Geräusche im Innenraum durch "Gegenfrequenzen" - also selbe Frequenz mit gegenläufiger Kurve. Kann man sich bildlich vorstellen wie zwei übereinandergelegte gleichfrequente Kurven (hier: Sinuskurven im Oszilloskop, nicht wie oben im Frequenz-, Lautstärke-Graph), die sich immer bei 0 begegnen, dann aber gegenläufig zum Maximum im Plus- und im Minus-Bereich laufen. Beide Werte zu jedem möglichen Zeitpunkt geben addiert immer Null.