ABE für original Toyota Corolla TS 2019 Felge

  • Hallo,


    ich habe mir einen Corolla TS 1,8 Comfort gekauft.


    Nun wollte ich von einem Spenderfahrzeug - Corolla 1,8 Team Deutschland - die Alufelgen verwenden aber brauche eine ABE für die Eintragung. Die Felgen sind extra für Toyota gefertig worden und haben keinen Herstellernamen :-(

    Toyota Deutschland sagt, dass ich die nicht nehmen kann, da es keine ABE für die Felgen gibt , denn der Corolla 1,8 Team Deutschland wurde als Fahrzeug MIT Felgen abgenommen. Mein FTH will mir neue Felgen andrehen für über 1000Euro :-(


    Sonst ist Toyota ja super aber nachhaltig wäre es nicht, wenn man die entsorgen müsste.


    Weiss jemand, wie ich an eine ABE komme oder generell die Felgen doch fahren kann ?


    Vielen Dank,


    Michael

  • Hallo Buffy,


    fordere dir doch hier die ⁣COC Bescheinigung für dein Fahrzeug abrufen | Toyota DE an.

    Kosten und Versand : Für Privatkunden (kostenfrei)

    In der COC Bescheinigung siehst du alle zugelassenen Reifenkombinationen die zugelassen sind.

    Da sollten auch die 17 Zoll und 18 Zoll Kombinationen mit drin stehen.

    Wenn diese drinstehen Felgen vom Team D aufs Auto, du brauchst da keine ABE, Werksfelgen haben auf der Rückseite eine Toyota Kennzeichnung.

    Mit der Rennleitung bekommt man da auch keine Probleme wenn die Kopie der COC-Bescheinigung mitgeführt wird. Die wissen das in der Zulassung nur noch eine Rad/Reifen Kombination eingetragen ist.


    Michael

    Corolla 1.2 Turbo Comfort Hatchback - mysticschwarz-mica - MM19Retrofit EZ: 23.08.2019 wird in KW 45 zurückgegeben.

    ab KW45 Corolla Touring Sport 1.8 Hybrid Team D in schneeweiß mit Technik-Paket:)

  • Das Dumme ist, dass im COC auch nicht zwangsläufig alle Rad-Reifen-Kombinationen stehen (zumindest bei meinem ist das nicht der Fall). In der vollständigen EG-Typgenehmigung stehen dann alle Kombinationen drin.


    Nur, weil es ne Original-Toyotafelge ist, muss sie nicht zwangsläufig für alle zulässig sein. Es wär denkbar, dass Traglast und Einpresstiefe z.B. abweichen. Das lässt sich so ohne weiteres aber nur schwer herausfinden, ohne von Toyota selbst eine Aussage zu bekommen. Sprich: mit den eingepressten Daten mal zum FTH gehen und die können dir dann was geben.

  • Es sind beide 1.8 Hybrid Modelle, unterscheiden sich lediglich von der verbauten Ausstattung. Ich hatte einen 1.2 Comfort der hatte 16 Zoll mit ET40, jetzt habe ich einen Team D mit 17 Zoll und ET40,

    meine Winterräder hat der Händler mir auf den neuen montiert, und die Sommerbereifung vom Team D in den Kofferraum gelegt.

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  • Hallo an Alle, nun möchte ich mich auch hierzu mal äußern da ich hier etwas Erfahrungen habe.


    Nach meiner Kenntnis gibt es für original Felgen "Ab Werk" keine ABE,

    da hier vom KBA keine Nummer vergeben werden muss. Es ist halt kein "Sonderrad"

    Wie schon richtig geschrieben erfolgt hier die Abnahme über die Gesamtzulassung des Fahrzeugs.


    Aber selbst eine ABE hilft bei Felgen nicht, die ABE vom KBA legt nur die allgemeine Betriebserlaubnis einer Felge fest.

    Hier kommt noch ein Gutachten einer Prüfstelle dazu, die die genauen Rahmenbedingungen für eine Montage festlegt.

    Auch die Fahrzeugen die zulässig sind, werden im Gutachten benannt.


    Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen das man die 205/55R16 vom 1.2 Benziner HB auf den 2.0 TS GR montiert werden darf.

    Die "PW457-02004-ZC" Felgen dürfen lauf Zubehörkatalog auch nur auf die 16" Fahrzeuge "Corolla“ und "Comfort" montiert werden.

    Für den TREK gibt es auch extra Felgen die nur hier montiert werden dürfen. Warum auch immer.


    Manchmal lieg es auch nur an der Veränderung der CO2 Werte, die eine Montage im Wege stehen.


    Nun ist das trotzdem nicht weiter schlimm. Einfach bei einer Prüfstelle eine Abnahme machen.

    Der Prüfer organsiert dann vom Hersteller die notwendigen Bescheinigungen wenn welche vorliegen.

    Dann bist du hier sicherlich mit unter 100€ dabei. Gibt es keine Herstellerbescheinigungen, wird halt eine Einzelabnahme gemacht.

    Auf Grundlage von Vergleichsgutachten und Daten vom Spenderfahrzeug kann sicherlich eine Abnahme gemacht werden.


    Habe ich selber schon machen lassen.

  • Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen das man die 205/55R16 vom 1.2 Benziner HB auf den 2.0 TS GR montiert werden darf.

    Moin.


    Was sollte dagegen sprechen?

    Die größere Bremse, die scheinbar mal für die Spitzenmodelle geplant war, hat es nie gegeben.

    Und die Radlast wird auch nicht so knapp bemessen sein.


    Axel

  • Hallo,


    ich weiss nun etwas mehr :):


    Wie gesagt, Toyota Deutschland hat mich abgewimmelt mit der Aussage der Corolla 1,8 Team Deutschland hat eine Komplettabnahme / Gutachten (d.h. es gibt nur ein Gutachten für Auto mit Felgen) bekommen und die Felgen dürfen nur auf diesem Sondermodell verwendet werden. Ob das Sinn macht sei mal dahingestellt :-( aber deshalb befindet sich auch keine KBA Nummer oder Typbezeichnung auf den Felgen oder Hersteller ausser Toyota. Es DARF nicht auf meinem Corolla 1,8 Comfort genutzt werden - so Toyota Deutschland schriftlich auf meine Anfrage.


    Jedes andere Rad im Zubehörkatalog wird als sog. Sonderrad verkauft und dafür gibt es dann immer eine ABE. Nur am Rande, auch nicht jedes Sonderrad für den Corolla 1,8 darf auch auf jeder Ausstattungslinie gefahren werden - siehe screenshot des Verkaufsprospekts im Anhang. Auch hier wieder, technisch ist es nicht verständlich aber ich vermute durch die Bauart/ Materialien bedingt, könnte es Unterschiede geben. Oder Toyota Deutschland wollte einfach Geld sparen für eine separates Gutachten der Felgen bei der Zulassung ? Anders kann man es wohl kaum erklären.


    Dann habe ich aber bei DEKRA und TÜV angerufen, um zu fragen, ob man die Felge vor Ort prüfen lassen kann und eintragen kann ohne Dokumente. Leider geht dies ohne Gutachten nicht und weder DEKRA noch TÜV werden eine Felge einer umgehenden Prüfung, wie für eine ABE vorgesehen, unterziehen können, um selbst ein Gutachten zu erstellen. Abgesehen davon, dass man das wohl auch nicht bezahlen kann und will.


    Dann war ich nochmals mit den Felgen im Kofferraum vor Ort beim TÜV und habe mit dem leitenden Prüfingingenieur gesprochen: Es ist ja keine ABE vorhanden für meinen Corolla 1,8 Comfort, nur für den Corolla 1,8 Team Deutschland, aber man wird dies nicht nachschauen, weil man eben davon ausgeht, dass die Felge bei beiden Ausstattungsvarianten eben sauber funktionieren (wie jeder andere normale Mensch auch). Beim TÜV wird praktisch nur geschaut, ob die Reifengrössen passen und wenn man noch etwas genauer hinschauen will, wird auf die Einpresstiefe, Grösse,... der Felge geschaut, die auf den Felgen innen eingepresst ist bzw. im Computer beim TÜV unter meiner Modellbezeichnung zu finden war. Im Computer des TÜV stehen eben nur diese Angaben wie ET, Grösse, ... . Der TÜV weiss eben nicht, dass die Felge nur mit dem Modell Team Deutschland zugelassen wurde. In 99,9% aller Fälle wird man dann bei der TÜV Prüfung keine Probleme haben und wie auch schon geschrieben, kann es hilfreich sein, dass man die COC bei der TÜV Prüfung dabei hat - so der Prüfingenieur.


    Dennoch, rechtlich ist es wohl wirklich so, dass man die Felge auf meinem Corolla 1,8 Comfort nicht fahren darf, weil es keine ABE als Sonderrad gibt. Im worst case könnte man bei einem Unfall die Versicherungsleistung verweigern (Unfallursache muss allerdings kausal auf die Felgen zurückzuführen sein) oder bei einer Polizeikontrolle Punkte und Bussgeld bekommen. DAS ist aber auch sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich selbst in unserem Verwaltungs - Deutschland.


    Ich schliesse für mich daraus. ich mache die Felgen drauf und komme beim TÜV durch und wenn ein Unfall ist oder Polizeikontrolle wird praktisch keiner sich daran aufhängen :).


    Weiterhin würde ich mir aber von Toyota wünschen bitte für alle Felgen ein Einzelgutachten zu haben, denn das ist sauberste Sache und in der heutigen Zeit eben nachhaltig. Schöne, technisch einwandfreie Felgen, aufgrund von Verwaltungsvorschriften entsorgen zu müssen, ist in unserer Gesellschaft nicht mehr zeitgemäss.


    Vieles was ihr hier geantwortet habt, hat sich bestätigt. Danke dafür.


    Am Ende wird alles Gut. Ist es noch nicht gut, ist es noch nicht das Ende :thumbup:


    Viele Grüsse,


    Michael

  • Ich möchte hier der Begrifflichkeit wegen noch einmal ein bisschen das Durcheinander beseitigen, was es alles gibt (Edit: ich habe noch ein paar kurze Erklärungen hinzugefügt)


    ABE für Fahrzeuge = NATIONALE Genehmigung für in Reihe gefertige Gesamtfahrzeuge; sowas gibt es seit etwa 25 Jahren nur noch in Ausnahmefällen, für unsere Corollas nicht von Bedeutung. So eine Fahrzeug-ABE ist in aller Regel etliche Seiten lang (wir reden hier von oft 3-stelligen Seitenzahlen)


    EG-Typgenehmigung für Gesamtfahrzeuge (üblicherweise etliche 100 Seiten lang) = das heute übliche Genehmigungsverfahren für unsere Autos. Gekennzeichnet durch eine entsprechende Nummer im Fahrzeugschein im Feld "K" (z.B. e1*2007/46*0123*13); für uns relevant. Nachweisbar durch das COC (2-4 Seiten). Das ist die Betriebserlaubnis für fast alle unserer Fahrzeuge. Es sei denn...


    Einzelbetriebserlaubnis nach Paragraph 21 StVZO für Fahrzeuge = hier in dem Fall evtl. interessant, da an dem Fahrzeug Änderungen vorgenommen wurden, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis geführt haben könnten, da das Fahrzeug möglicherweise nicht mehr der EG-Typgenehmigung entspricht. So eine Einzelbetriebserlaubnis erteilt grundsätzlich das Straßenverkehrsamt auf Grundlage eines Gutachtens, welches ein amtlich anerkannter Sachverständiger oder ein Mitarbeiter eines Technischen Dienstes erstellt hat (sprich TÜV, Dekra, usw.)

    Fahrzeuge Marke Eigenbau gehören selbstverständlich IMMER in diese Kategorie (sind nur jetzt gerade natürlich nicht weiter von Belang ^^)


    ABE für Fahrzeugteile = NATIONALE Genehmigung für in Serie gefertigte Fahrzeugteile; diese zeichnen sich durch folgende Kennzeichnung aus: "KBA XXXXX" (X = Ziffern). Solche Teile bekommt man als Sonderräder, Sonderlenker beim Motorrad, Austauschbremsleitungen, etc. pp

    Liegt eine solche ABE für die zusätzlich angebauten Fahrzeugteile vor und sind die im dazugehörigen Gutachten genannten Auflagen eingehalten, erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs nicht, obwohl es streng genommen nicht mehr der EG-Genehmigung entspricht. Um eine solche ABE zu erhalten, sind umfangreiche Tests erforderlich, die etliche Tausend Euro kosten und sich daher nur bei entsprechenden Stückzahlen lohnen. Solche ABEn werden durch das KBA erteilt (daher KBA XXXXX) auf Grundlage eines Gutachtens eines technischen Dienstes)


    Einzelgenehmigung für Fahrzeugteile = wird aus ökonomischen Gründen praktisch nicht gemacht. Keiner lässt seine Felgen einer vollständigen Prüfung unterziehen, da Teil der Prüfung auch zerstörend sein kann. Daher ist die Aussage von deinen Dekra-/TÜV-Leuten korrekt, dass das keiner macht.


    Schick mal ein Foto deiner Zulassungsbescheinigung (natürlich ohne FIN und ohne persönliche Daten), dann guck ich nachher mal ins System, ob ich ich die möglichen Rad-/Reifenkombinationen und mögliche Original-Toyotaräder finde, die zulässig sind. Auch wenn das keine KBA-Felgen sind, wie wir bereits erörtert haben, sollten sich normalerweise irgendwelche Modellbezeichnungen (Buchstaben und Zahlen) auf der Innenseite finden (ET und Größe sowieso). Ist das nicht der Fall, wird das Ganze rein rechtlich ohne Zuarbeit von Toyota tatsächlich praktisch unmöglich. Die vorgeschlagene Idee uber Vergleichsgutachten geht halt nur, wenn eindeutig nachweisbar ist, was das für Felgen sind (Modellbezeichnung) und wenn eben ein solches Gutachten zur Erlangung der Betriebserlaubnis nach Paragraph 21 überhaupt vorliegt. Und selbst das ist noch weit weg von einer Garantie.


    Im Idealfall wurden die Felgen aber im Zusammenhang mit mehreren Ausstattungsvarianten bereits genehmigt. Dann war die ganze Aufregung umsonst und alles ist gut.


    Weiterhin gibt es dann noch Fahrzeugteile mit Bauartgenehmigung nach nationalem, EU- oder nach ECE-Recht, sowie welche mit Teilegutachten. Aber das führt jetzt hier etwas zu weit :D (kann aber an entsprechender Stelle gern erklärt werden :) )

    TS Hybrid 2.0 Team D

    EZ 03/2021

    3 Mal editiert, zuletzt von Gurke ()

  • Schick mal ein Foto deiner Zulassungsbescheinigung (natürlich ohne FIN und ohne persönliche Daten), dann guck ich nachher mal ins System, ob ich ich die möglichen Rad-/Reifenkombinationen und mögliche Original-Toyotaräder finde, die zulässig sind. Auch wenn das keine KBA-Felgen sind, wie wir bereits erörtert haben, sollten sich normalerweise irgendwelche Modellbezeichnungen (Buchstaben und Zahlen) auf der Innenseite finden (ET und Größe sowieso). Ist das nicht der Fall, wird das Ganze rein rechtlich ohne Zuarbeit von Toyota tatsächlich praktisch unmöglich. Die vorgeschlagene Idee uber Vergleichsgutachten geht halt nur, wenn eindeutig nachweisbar ist, was das für Felgen sind (Modellbezeichnung) und wenn eben ein solches Gutachten zur Erlangung der Betriebserlaubnis nach Paragraph 21 überhaupt vorliegt. Und selbst das ist noch weit weg von einer Garantie.


    Im Idealfall wurden die Felgen aber im Zusammenhang mit mehreren Ausstattungsvarianten bereits genehmigt. Dann war die ganze Aufregung umsonst und alles ist gut.

    Genau das hätte ich gern schriftlich vom FTH damit ich das bei einer Kontrolle vorzeigen kann. Das ist doch nicht zu viel verlangt. Es kann doch nicht sein, das ich bei einer Kontrolle groß rumdiskutieren muss.

    Meine Felgen sind: 16" Alu "TMEWA-02014NY" auf Corolla 1.8 Hatchback Hybrid.

    Corolla Hybrid 1.8 Hatchback + TP, Karmina Rot

    EZ 06/2021

  • Genau das hätte ich gern schriftlich vom FTH damit ich das bei einer Kontrolle vorzeigen kann. Das ist doch nicht zu viel verlangt. Es kann doch nicht sein, das ich bei einer Kontrolle groß rumdiskutieren muss.

    Meine Felgen sind: 16" Alu "TMEWA-02014NY" auf Corolla 1.8 Hatchback Hybrid.

    Die TMEWA02014NY sind doch TME Felgen die auch als Winterräder verkauft werden, hierzu muss es doch Unterlagen geben?