Beiträge von jjbaker

    Spielraum nach unten scheint die neue Business Strategie zu sein. Also ich mache während der Werksgarantie meine "offiziellen" Services beim FTH aber auf die Relax pfeife ich, bis 3 Monate vor dem Wiederverkauf des Fahrzeuges.


    Sorry. Alte Schule hier. Wenn ich es geschafft hab zwei 24-30 jährige BMW's am Leben zu halten ohne den "Freundlichen" - pack ich einen Corolla und Yaris auf der linken Arschbacke sitzend, und summe dabei das Sesamstrasse Lied.


    Ausser Öl und Filtern wollen diese Gurken nix.

    Das erfordert was mit Kabeln und Strom 🫣


    Mein Sprichwort dazu: Leute sind immer wieder "geschockt" wenn sie erleben, wie wenig ich mit Elektrik am Hut hab. 😂😆😂


    Nein Danke, wenn ich meinen Rolla abfackeln möchte, gibts günstige Flüssigkeiten und Streichhölzer.


    🍻

    Da hat einer hingelangt und seinen Kunden abgeholt. Top! Ich hab meinen HB jetzt seit ziemlich genau 8 Wochen und bin erstmal sehr zufrieden mit dem Fahrzeug. Das Grau stand bei mir auch im Raum und es sieht in echt Hammer aus, im Vergleich zur Webseite.


    Glückwunsch!

    Wenn man darauf zu arbeitet, Motoren noch maximal 3-5 Jahre oder 100-150TKM laufen zu lassen, bevor man sie mit Millionenschaden auf den Müll kloppt, kann man auch 50.000KM Intervalle machen. Juckt dann ja eh nicht.


    Toyota bleibt das eher konservativ mit 15.000 und 1 Jahr und manche finden das noch zu doll.


    Die unterschiedlichen Preise sind extrem irritierend und das reflektiert miserabel auf den Hersteller. Das sind Wilder Westen Preissprünge. Vertrauensererweckend ist das nicht, insbesondere wenn man bedenkt, dass sauber ausgebildete Techniker nicht wie Kirschen an den Bäumen wachsen.

    Normalerweise erkennt man gewerblichen Personentransport recht schnell an den KM Ständen. Taxen unterliegen der BO Kraft und müssten jährliche Prüfberichte haben. Die verschwinden gern. Uber und Co haben das Problem nicht, aber man sieht den Fahrzeugen die Nutzung deutlich an. Zusätzlich zeigen sie i.d.R. erhebliche Abnutzungen im Fussbereich/ Pedalerie sowie Sitzwangen, Teppiche und Einstiegsleisten sowie Mittelkonsole.


    Grössere Händler kaufen meist Auktionsfahrzeuge spottgünstig. Man sollte nicht vergessen, dass der Deutsche Gebrauchtwagenhandel wohl so an die 2 Millionen Gebrauchtwagen im Alter um 5 Jahre umsetzt. Österreich hat sicher auch berauschende Zahlen. Autos sind nur für den Käufer mit Emotionen behaftet, ein durchschnittlicher Verkäufer hat Null Komma Null Interesse an irgendwas. Er wird daran gemessen, wieviele Autos er mit Profit verkauft.


    Diese Fahrzeuge bei grösseren Häusern sind oft Leasingrückläufer, vorherige Flotten und Mietfahrzeuge und entgegen weitläufiger Meinung haben die Einkäufer von den Fahrzeugen meist nur den KM Stand und 13-15 Fotos. Ein normaler Leasingrückläufer oder Flottenkauf (wir haben regelmässig 100-200 Fahrzeuge in Bulk angekauft) hat eine Odysee hinter sich, bis er auf dem Hof beim Händler steht.


    Die Verkäufer bekommen die Mühlen auf den Hof und ich würde mir Flecken ins Gesicht lachen, wenn sich einer davon mit der Historie der Fahrzeuge beschäftigt. Das ist vollkommen EGAL.


    Die Fahrzeuge werden bei bekannten Gebrauchtwagenhändlern (ich verzichte hier auf Namen) behandelt wie Müll, oberflächlich aufbereitet, bekommen ein tolles Gebrauchtwagensiegel (Papier hat wenn es bedruckt ist keinen Verkaufswert) einen "Service" nach Herstellervorgaben (Hahaha) und fliegen auf den Hof mit einem oftmals unverhandelbaren VKP. Danach durchlaufen sie Probefahrten und einen "Not Sold" Zyklus (30-60-90 Tage usw.) und werdem im Ernstfall neu bepreist.


    Mein Händler hat mir beim letzten Besuch ein Fahrzeug gezeigt (Corolla Business, Schalter, 7 Jahre alt, 25000KM) und könnte mir jeden Furz am Auto lückenlos erklären und mir bei der Gelegenheit verraten, welchen Senf der Kunde auf seiner Bratwurst mag. Den instandgesetzten Unfallschaden hatte er schon erwähnt, da wusste ich den KM Stand noch nicht.


    Kleiner Händler = viel Stammkundschaft.

    Grosser Händler = viele Autos und vor allem Kunden aus allen Richtungen und Schichtungen.

    Ob das nun eine Schleuder aus einer Inzahlungnahme oder ein Auktionsankauf war, interessiert den durchschnittlichen Preisjäger nicht. Da wird wegen 250€ billiger eine Weltreise veranstaltet und dann heulen alle, weil der Händler bei dem man billig warten lassen möchte die Nase rümpft und keine Prio Termine vergibt.


    Der kleine Händler macht keine Kampfpreise, wenn der Verkäufer mit dem Kopf schüttelt, ist das Thema gefressen. Beim grossen FTH sieht das sicher anders aus.


    Jeder kanns selbst aussuchen wo er denn dann sein Auto kauft. Trotzdem gehört es sich nicht, vorherige Sondernutzung zu verschleiern.

    Bin auch einer jener, die prinzipiell keine Mietwägen/ Vorführer/ Leihwagen kaufen. In D hätte der Händler jetzt fettes Fracksausen, weil er eben diesen Mietwagen verschwiegen hat und jeder Franz eine gute Rechtsschutzversicherung hat. Rückabwicklungen dauern und gehen meistens für beide Parteien finanziell nachteilig aus. Ein Anwalt wäre da der beste ASP, allerdings meint der KI Anwalt: Wertminderung und Rückabwicklung sind möglich mit guten Chancen, da es eine Aufklärungspflicht gäbe. Verweis auf den ÖAMTC.


    Der Corolla ist kein Auto, dass sich durch "treten" oder Belastung großartig beeindrucken lässt. Die Fahrzeuge sind bei Bolt, Uber und massenweise im Taxibetrieb zu finden und machen regelmässig 300-500TKM mit Fahrern aus allen Kulturkreisen. Fahr mal mit einem Fahrer, der sich bei jeder Bremsung des Vordermanns das Unterhöschen anzündet und nur zwei Gaspedalstellungen kennt.


    Standzeit: Hybridcheck, SOH der 12V Batterie, Reifenzustand (stand ja sicher nicht aufgebockt) - ansonsten wär ich da eher sorgenfrei.


    Weder Garantie noch Relax sind von der vorherig gewerblichen Nutzung beeindruckt. Service nach KM/ Zeit = Garantie/ Relax. Zur Not mal bei Toyota Austria nachfragen.


    Ich würde auf die Durchführung sämtlicher fälliger Service bestehen, aber da der Händler es mit transparenz nicht so genau nimmt, wäre ich nicht der große Freund ihm das Fahrzeug zum Service anzuvertrauen. Weiss der Geier, ob man sich da dann gewisse Sachen einfach spart/ nicht durchführt weil der blöde Kunde nachverhandelt hat.


    In meinen Augen hat der Kunde immer ein Anrecht darauf zu erfahren, wenn das Fahrzeug zuvor einer Sondernutzung unterzogen wurde.


    Schlechtes Gewissen würd ich auch nicht haben, ein Autokauf ist ein emotionales und aufregendes Event. Dafür wünscht man sich dann auch erfahrene Verkäufer, die sauber und ehrlich kommunizieren und auf Dinge hinweisen.


    Viel Erfolg!