Keine Bremsdrücke aufgenommen?
Beiträge von Gurke
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Was mir zusätzlich gerade einfällt: Man möge mich eines besseren belehren, aber ich behaupte mal, dass sich der Bremsdruck an unserem Auto zwischen Vorder- und Hinterachse gar nicht regulieren lässt. Zwei Gründe:
1. (Nahezu) Alle Fahrzeuge auf den Straßen dieser Welt haben eine Zweikreis-Bremsanlage. Bei frontgetriebenen PKW werden die Kreise üblicherweise diagonal aufgeteilt, sprich der eine Teil des Hauptbremszylinders versorgt linkes Vorder- und rechtes Hinterrad, der andere entsprechend rechtes Vorder- und linkes Hinterrad.
2. um dem Steuergerät und damit der Bremsanlage sagen zu können, sie möge bitte an die Hinterachse bei normaler Fahrt mehr Bremsdruck geben, weil der Kofferraum voll ist, bräuchte es entsprechender Sensoren, die die Massen an den Achsen messen. Das geschieht üblicherweise über Niveaugeber, die messen, wie stark die Federn gestaucht sind (bei luftgefederten Fahrzeugen wird der Balgdruck gemessen). Fahrzeuge mit automatischer Leuchtweitenregelung haben soetwas. Entsprechend hätten bezogen auf diesen Punkt nur die Lounge- und alten GR-Sport-Ausstattungen die Chance auf eine lastabhängige Bremskraftregelung.
Ich kann das aber mal, wenn ich zwischendurch Leerlauf habe, bei meinem Auto testen.
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Es wird die Bremskraft in Bezug zum Bremsdruck (abgeleitet von der Pedalkraft) gemessen. Um das mal in einem einfachen Rechenbeispiel zu erläutern (Werte sind erfunden, es geht nur um die Rechnung):
Die Vorderachse steht in der Rolle, der Prüfer tritt auf das Pedal, bis die Achse blockiert.
Bremsdruck gemessen via Steuergerät: 50 bar
Bremskraft an der Rolle gemessen: 200 dAN pro Rad, macht also 400 dAN in Summe.
Dann steht die Hinterachse in der Rolle, der Prüfer bremst wieder, bis die Achse blockiert.
Bremsdruck gemessen via Steuergerät: 100 bar
Bremskraft an der Rolle gemessen: 200 dAN pro Rad, macht also wieder 400 dAN in Summe.
Man könnte meinen: Achsverteilung = 50 : 50, aber die Vorderachse blockierte bereits bei 50 bar. Bei 50 bar beträgt, da der Zusammenhang zwischen Bremsdruck und Bremskraft linear ist, die Bremskraft an der Hinterachse nur 200 dAN. Damit ist die Achsverteilung also 400 zu 200, also nur 33,3 % an der Hinterachse.
Der Theorie, dass es nur am Tragbild und nicht an einem zu geringem Bremsdruck liegt, widerspricht, dass die Handbremskraft den äußeren Rostrand aufbrechen kann, der Hydraulikbremskolben hingegen nicht.
Da mit dem Tausch der Bremsscheiben und Beläge sofort der Achsanteil an der Hinterachse besser wurde (von irgendwas um 15 % auf 25 %), wird der Achsanteil auch wesentlich vom mechanischen Zustand der Radbremsen beeinflusst (was auch mit ein Grund ist, dass die Bezugsbremskräfte im Rahmen der HU ermittelt werden).
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Als Werkstattersatzwagen hatte ich bisher 2 male einen Corolla Cross mit dem HSD der 5. Generation. Ja, ist ne andere Karosserie und auch die Abgasanlage liegt völlig anders. Aber leiser fand ich auch den im Vergleich zu meinem TD nicht, sondern tatsächlich lauter vom Motorengeräusch.
dafür war die Anlage um Welten besser...
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Verstehen wir das richtig: Du trittst die Bremse, drückst den Startknopf, hältst den Fuß (unverändert) auf der Bremse, legst D ein und der Wagen rollt ein kleines Stück los, bleibt anschließend aber stehen? verändert sich währenddessen der Gegendruck am Pedal?
Der VFL rummst so manches mal sehr ruppig R bzw. D beim ersten Start rein, sodass ein Ruck durchs Fahrzeug geht, er bleibt aber stehen. Ist das bei dir vielleicht was ähnliches?
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Laut Fahrzeugsystemdaten, die wir im Rahmen der HU abfragen, müssen (zumindest bei meinem Corolla) mindestens 16 % der Bremskraft von der Hinterachse erbracht werden. Bei meiner HU im Januar betrug der Achsanteil 19,6 %. Wenn Scheiben und Beläge neu sind, kommen etwa 25 % der Kraft von hinten (so gemessen vor 2 Jahren). Sobald das Tragbild schlechter wird, kann die Bremse den angelegten Bremsdruck auch nicht mehr ordnungsgemäß in Bremskraft umsetzen. Entsprechend fiel mein Wagen vor 2 Jahren nicht nur wegen mangelhaftem Tragbild, sondern auch zu geringem Achsanteil der Hinterachse bei der HU durch.
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Die EU-Vorschriften dazu wurden gelockert.
Woher kommt diese Aussage?
Einfach mal bei Google fragen was als Wegfahrsperre vorgeschrieben, bzw an erkannt wird.
Ich heiße zwar nicht Google, kann aber vielleicht trotzdem etwas Licht ins Dunkel bringen

Für Fahrzeuge der Klassen M1 und N1 ist seit dem 21.06.2011 die UN-Regelung 116 relevant: "Einheitliche technische Vorschriften für den Schutz von Kraftfahrzeugen gegen unbefugte Benutzung"
Dort heißt es im Teil 1:
Im Sinne des Teils I dieser Regelung ist
5.1.2.
„Schutzeinrichtung gegen unbefugte Benutzung“ ein System, mit dem verhindert werden soll, dass von Unbefugten der Motor normal angelassen oder ein anderer Hauptantrieb des Fahrzeuges normal eingeschaltet werden kann, und das in Verbindung mit zusätzlich mindestens einer Einrichtung wirksam ist, die
a)
die Lenkanlage
b)
die Kraftübertragung
c)
die Gangschaltung oder
d)
die Bremsen blockiert.
Blockiert diese Einrichtung die Bremsen, so dürfen bei ihrer Deaktivierung die Bremsen nicht automatisch und gegen den Willen des Fahrers gelöst werden.
https://eur-lex.europa.eu/lega…/?uri=CELEX:42012X0216(01)
Insofern benötigt es keine Lenkradsperre, da die Gangschaltung bei Automatikfahrzeugen meist eh gesperrt ist. BMW verbaut bei seinen Automatikfahrzeugen regelmäßig keine Lenkradsperre.
Edit: Sorry fürs Format. Ich habe das einfach nur aus der Regelung kopiert und die ist so doof formatiert.
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Mein Wagen war Freitag zur 135.000er Inspektion, die da 412 € kostete. Der Chef der Werkstatt meines Vertrauens meinte "da hättest du bei mir wahrscheinlich das gleiche gezahlt." Die einzelnen Posten auf der Rechnung sind auch im (mittlerweile) gewöhnlichen Preissegment angeordnet, wobei die Arbeitsstunde mit 104 € netto vergleichsweise günstig für Hamburg und Umgebung ist.
Was ich allerdings problematisch finde, sind die 1,9 Stunden, die laut Programm einfach für die kleine Inspektion angesetzt werden, das Auto aber nach nicht ganz 1,5 h fertig ist. Das ist letztlich Betrug in meinen Augen, aber auch wieder Usus in den meisten Werkstätten.
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Meine vorderen Scheiben sind noch immer die ersten nach 136.000 km. Natürlich haben die schon Verschleiß und die Beläge auch, aber die sind noch immer über Mindestmaß.
Da du noch mehr als ich nicht so der Heizer bist, werden deine Bremsen sicher auch deutlich länger als 100.000 halten

Hinten wurde ja bei etwas über 80.000 wegen Rost getauscht, der Verschleiß war damals nahezu null. Das sieht aktuell wieder so ähnlich aus. Also ohne die Rostnummer würden die hinteren Bremsen wahrscheinlich auch deutlich über 200.000 km halten.
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ich glaub da gehen einige Jahre ins Land, bevor so ein Teil durchgammelt...
Da heutige Querlenker dünnes Blech sind, dauert es nicht mehr so lange, bis sie durchgammeln. Gerade bei den Lenkern mit den Federn sah ich das schon zu oft (nicht Toyota). Bei den gezeigten Bildern ist jedoch noch kein Grund zur Sorge, Kantenrost ist ungefährlich. Was tun darf man natürlich trotzdem.