Beiträge von Atkinson

    Was mir zusätzlich gerade einfällt: Man möge mich eines besseren belehren, aber ich behaupte mal, dass sich der Bremsdruck an unserem Auto zwischen Vorder- und Hinterachse gar nicht regulieren lässt. Zwei Gründe:

    Neuere Autos benutzen doch nur die elektronische Bremslastverteilung, Drehzahlvergleich VA zu HA, die ggf. vorhandenen Niveaugeber dienen doch u. a. nur zur automatischen Leuchtweitenregulierung oder Nivellierung eines Luftfahrwerks?

    Im Prüfstandsmodus bzw. wenn das Auto erkennt, dass eine Achse nicht dreht, dürfte die elektronische Bremskraftregelung aufgehoben sein und die erreichbaren Bremsdrücke hinten höher sein als im Normalbetrieb. Weil ein Überbremsen/Blockieren in den ABS-Bereich erreicht man in der Praxis selbst bei schlechten Straßenbedingungen hinten so gut wie gar nicht.

    Wenn dem so ist, könnte man auf der Rolle die hinteren Bremsen mit etlichen Versuchen ggf. rostfrei machen.

    Weiß nur nicht, ob die Prüfer dafür Zeit haben.

    Der Theorie, dass es nur am Tragbild und nicht an einem zu geringem Bremsdruck liegt, widerspricht, dass die Handbremskraft den äußeren Rostrand aufbrechen kann, der Hydraulikbremskolben hingegen nicht. Innen auf der Scheibe ist er groß genug, dass er gar nicht erst auftreten kann. Allerdings trotzdem über die Scheibe hinweg sehr "mikro- bis makrorillig" und kein Vergleich zu vorne, wo der Bremsdruck zum fast "Planschleifen" der gesamten Scheibe genügt.

    Hinten hat er auch noch nicht einmal merklich blockiert bei Vollbremsungen, während es vorne recht schnell passiert (Falkenholzreifen) und das ABS fühlbar sehr großen Makroschlupf erzeugt. Das können die meisten anderen Autos aus seinem Jahrgang besser inkl. Bremsweg.

    So nachdem ich im niedrigen Geschwindigkeitsbereich (10-20 km/h) die Parkbremse angezogen habe und dann auch langsam mit angezogener Handbremse wieder losgefahren bin, dann das gleiche Spiel rückwärts und das ganze ca. 30-Mal! fängt sich langsam an, der äußere Rostrand, der immerhin schon ca. 1/3 der hinteren Scheibe ausmacht, endlich aufzulösen.

    Starke Bremsungen auf der Autobahn bringen hingegen beim HB auf der HA nix, vielleicht beim Kombi durch das Mehrgewicht auf HA etwas, aber wohl auch auszuschließen.

    Der Bremsdruck ist wohl durch das mäßige ABS von Toyo sehr konventionell hinten gewählt, denn vorne blockiert er schon recht grob. Auf der HA könnte das bei Nässe bei nicht routinierten Fahrern schon zu einem ausbrechenden Heck führen.

    Die App schmeißt, wenn auch sehr gering, manchmal Fehlermeldungen. Evtl. gibt es manchmal falsche Datenbankzuordnungen auf dem Toyo-Server?

    Ansonsten mal nach ner Standzeit nur Zündung an, Servicemenü aufrufen und die Spannung dort anschauen. Das ist dann auch der Wert, der die App triggert.

    Der FL baut, wenn er ganz ist, in der "Gedenksekunde" von Startknopfbetätigung bis bevor man den Gangwählhebel entriegeln kann, Bremsdruck auf.

    Evtl. ist die 12-Volt-Batterie schon schwach? Aber das merkt man auch im Bremspedal, dieses wird dann weich, wenn Bremsdruck aufgebaut wurde.

    Der einzige Sensor, der bei meinem FL 2024 failed, ist das Radar bei Schnee oder Regen um den Gefrierpunkt.

    Dann funktioniert aber sofort kein Assistenzsystem mehr, was mir persönlich egal ist, aber da die Warnmeldung dauerhaft die Mitte des Displays belegt, störts mich schon. Okay drücken hilft nur kurz, dann kommt die Warnmeldung wieder. Eigentlich überflüssig, vor allem da die Symbole für die einzelnen Assistenzsysteme dann eh schon dauerhaft leuchten. Aber da die inkl. der kryptischen Bezeichnungen wohl kaum ein Corolla-Fahrer deuten kann, hat sich Toyo wohl juristisch mit seinem Dauertextfeld abgesichert.

    Der Corolla bremst hinten ja dann auch nicht stärker, nur weil man rückwärts fährt.

    Er bremst stärker, da (beim Vorwärtsfahren ohne Beladung) die elektronische Bremsdruckregelung greift.

    Es wird die Drehzahl Vorderachse zu HA beim Bremsen ständig abgeglichen und wird der Unterschied zu groß, hinten schon runtergeregelt, bevor das ABS (Radschlupf) greift. Maximalen Bremsdruck hinten gibt es folglich hinten nur bei Beladung oder Rückwärtsfahren.

    Und selbst da könnte der Bremsdruck beim Corolla noch zu wenig sein, um den harten Rostrand runter zu bekommen.

    Dann haut er beim FL nur die Hydraulik voll rein und erst extrem kurz vor Stillstand wird die Festellbremse angekurbelt, sprich maximale Festellbremse dann erst im Stillstand.

    Habe ich auch (schon vorher regelmäßig gemacht) gemacht, aber das hilft nix.

    Bei der autmatischen Notbremsung macht er dann auch das Hydraulikgeräusch vom Hydraulikmotor kommend, wenn man den Fuß auf dem Pedal nicht hat. Wahrscheinlich kommt das Geräusch von der simulierten Steifheit des Bremspedals. Denn hat man den Fuß nicht auf der Bremse, ist das Pedal nach der Notbremse steinhart.

    Aber ein bisschen besser ist es durch die Rückfahraktion geworden.

    Was ich noch nicht ausprobiert habe, ist mehrmals von 180 mal auf 50 km/h mit ca. 80 % Vollbremskraft runterzubremsen in N (Gelegenheit hätte ich manchmal dazu), weil es mir doch in der Seele weh tun würde und ich Sorge hätte, dass außer thermischer Überlast der vorderen Beläge und auch Scheiben nichts bei rumkommt.

    Vollbremsung will ich in dem hohen Geschwindigkeitsbereich eigentlich nicht machen, denn durch das relativ grobe ABS und bei nicht gutem Grip könnte der Falken-Reifen auf die Ohren kriegen.

    Da die hintere rechte Bremse trotz recht vielem Bremsen einen äußeren Rostrand hat, bin ich mal rückwärts schnell gefahren (wegen der Bremsverteilung) auf nem verlassen Parkplatz (natürlich trotzdem aufmerksam geschaut) und mehrmals voll gebremst.

    Hat aber nicht viel gebracht, man hat aber gemerkt, dass er hinten nicht soviel Bremskraft aufbringen kann wie eigentlich ginge, aber vorne dann gerade kurz vor Stillstand schon wieder überbremste.

    Bremsen (ABS) ist nicht eine Stärke des Corollas.