Laut Fahrzeugsystemdaten, die wir im Rahmen der HU abfragen, müssen (zumindest bei meinem Corolla) mindestens 16 % der Bremskraft von der Hinterachse erbracht werden. Bei meiner HU im Januar betrug der Achsanteil 19,6 %. Wenn Scheiben und Beläge neu sind, kommen etwa 25 % der Kraft von hinten (so gemessen vor 2 Jahren). Sobald das Tragbild schlechter wird, kann die Bremse den angelegten Bremsdruck auch nicht mehr ordnungsgemäß in Bremskraft umsetzen. Entsprechend fiel mein Wagen vor 2 Jahren nicht nur wegen mangelhaftem Tragbild, sondern auch zu geringem Achsanteil der Hinterachse bei der HU durch.
Hintere Bremsen Gammeln / Riefig
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Laut Fahrzeugsystemdaten, die wir im Rahmen der HU abfragen, müssen (zumindest bei meinem Corolla) mindestens 16 % der Bremskraft von der Hinterachse erbracht werden. Bei meiner HU im Januar betrug der Achsanteil 19,6 %. Wenn Scheiben und Beläge neu sind, kommen etwa 25 % der Kraft von hinten (so gemessen vor 2 Jahren). Sobald das Tragbild schlechter wird, kann die Bremse den angelegten Bremsdruck auch nicht mehr ordnungsgemäß in Bremskraft umsetzen. Entsprechend fiel mein Wagen vor 2 Jahren nicht nur wegen mangelhaftem Tragbild, sondern auch zu geringem Achsanteil der Hinterachse bei der HU durch.
Wie misst man den Anteil der Bremskraftverteilung. Einfach die Messwerte der vom TÜV?
Ich frage deshalb weil mein 2010er Hyundai im Mai beim TÜV war. Vorne wurde 600 dAn, hinten 423 dAn gemessen. Macht in der Summe 1023, Hinterachsanteil rechnerisch somit 41,3%. Ist die Berechnung korrekt?
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Der Theorie, dass es nur am Tragbild und nicht an einem zu geringem Bremsdruck liegt, widerspricht, dass die Handbremskraft den äußeren Rostrand aufbrechen kann, der Hydraulikbremskolben hingegen nicht. Innen auf der Scheibe ist er groß genug, dass er gar nicht erst auftreten kann. Allerdings trotzdem über die Scheibe hinweg sehr "mikro- bis makrorillig" und kein Vergleich zu vorne, wo der Bremsdruck zum fast "Planschleifen" der gesamten Scheibe genügt.
Hinten hat er auch noch nicht einmal merklich blockiert bei Vollbremsungen, während es vorne recht schnell passiert (Falkenholzreifen) und das ABS fühlbar sehr großen Makroschlupf erzeugt. Das können die meisten anderen Autos aus seinem Jahrgang besser inkl. Bremsweg.
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Es wird die Bremskraft in Bezug zum Bremsdruck (abgeleitet von der Pedalkraft) gemessen. Um das mal in einem einfachen Rechenbeispiel zu erläutern (Werte sind erfunden, es geht nur um die Rechnung):
Die Vorderachse steht in der Rolle, der Prüfer tritt auf das Pedal, bis die Achse blockiert.
Bremsdruck gemessen via Steuergerät: 50 bar
Bremskraft an der Rolle gemessen: 200 dAN pro Rad, macht also 400 dAN in Summe.
Dann steht die Hinterachse in der Rolle, der Prüfer bremst wieder, bis die Achse blockiert.
Bremsdruck gemessen via Steuergerät: 100 bar
Bremskraft an der Rolle gemessen: 200 dAN pro Rad, macht also wieder 400 dAN in Summe.
Man könnte meinen: Achsverteilung = 50 : 50, aber die Vorderachse blockierte bereits bei 50 bar. Bei 50 bar beträgt, da der Zusammenhang zwischen Bremsdruck und Bremskraft linear ist, die Bremskraft an der Hinterachse nur 200 dAN. Damit ist die Achsverteilung also 400 zu 200, also nur 33,3 % an der Hinterachse.
Der Theorie, dass es nur am Tragbild und nicht an einem zu geringem Bremsdruck liegt, widerspricht, dass die Handbremskraft den äußeren Rostrand aufbrechen kann, der Hydraulikbremskolben hingegen nicht.
Da mit dem Tausch der Bremsscheiben und Beläge sofort der Achsanteil an der Hinterachse besser wurde (von irgendwas um 15 % auf 25 %), wird der Achsanteil auch wesentlich vom mechanischen Zustand der Radbremsen beeinflusst (was auch mit ein Grund ist, dass die Bezugsbremskräfte im Rahmen der HU ermittelt werden).
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Sehr gut erklärt,danke.
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Was mir zusätzlich gerade einfällt: Man möge mich eines besseren belehren, aber ich behaupte mal, dass sich der Bremsdruck an unserem Auto zwischen Vorder- und Hinterachse gar nicht regulieren lässt. Zwei Gründe:
1. (Nahezu) Alle Fahrzeuge auf den Straßen dieser Welt haben eine Zweikreis-Bremsanlage. Bei frontgetriebenen PKW werden die Kreise üblicherweise diagonal aufgeteilt, sprich der eine Teil des Hauptbremszylinders versorgt linkes Vorder- und rechtes Hinterrad, der andere entsprechend rechtes Vorder- und linkes Hinterrad.
2. um dem Steuergerät und damit der Bremsanlage sagen zu können, sie möge bitte an die Hinterachse bei normaler Fahrt mehr Bremsdruck geben, weil der Kofferraum voll ist, bräuchte es entsprechender Sensoren, die die Massen an den Achsen messen. Das geschieht üblicherweise über Niveaugeber, die messen, wie stark die Federn gestaucht sind (bei luftgefederten Fahrzeugen wird der Balgdruck gemessen). Fahrzeuge mit automatischer Leuchtweitenregelung haben soetwas. Entsprechend hätten bezogen auf diesen Punkt nur die Lounge- und alten GR-Sport-Ausstattungen die Chance auf eine lastabhängige Bremskraftregelung.
Ich kann das aber mal, wenn ich zwischendurch Leerlauf habe, bei meinem Auto testen.
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Jetzt habe ich mal den HU Bericht von Dezember 2024 rausgesucht. Damals noch mit den Falken Ganzjahresreifen.
VL= 282 daN, VR=278 daN
HL=182 daN, HR=178 daN
Feststellbremse L= 158 daN, R= 163 daN
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Keine Bremsdrücke aufgenommen?