Anfällige Starterbatterie beim Corolla

  • Nach 13 Tagen Standzeit habe ich heute mit dem Multimeter eine Spannung von 12.1 V an der 12-V-Batterie gemessen. Fahrzeug und Batterie sind etwa 6 Monate alt.


    Die Außentemperatur betrug heute 0 Grad (C), die letzten zwei Wochen um die -5 Grad (C).


    Nach der Ladezustandstabelle beträgt der Ladezustand (SoC) der 45-Ah-Batterie damit etwa 50%, die Gefriertemperatur -17.9 Grad (C).


    Damit setzt bei dieser Batterie bereits nach zwei Wochen Standzeit die Sulfatierung ein. Würde man diese Batterie jetzt nicht laden und sie weiter auf 25% SoC absinken lassen (das entspräche einer Spannung von 11.9 V), dann läge die Gefriertemperatur bei nur noch -10.8 Grad (C) und es könnte bei der aktuellen Witterung zu ernsthaften Problemen kommen. Friert diese Nassbatterie ein, dann platzt sie und ist unwiderbringlich hinüber. Und das bei einem Neufahrzeug. Unglaublich.


    Die Batterie dürfte beim Abstellen voll gewesen sein. Nach der letzten Vollladung fuhr ich am Wochenende zwei Langstrecken a 600 km.


    Fazit: Der Corolla mag keine Stehzeiten und wer seine Batterie liebt, der lädt.

    <3 liche Grüße, Hasu


    Corolla Hatchback 2.0 Lounge (2025)

  • Ich finde meinen eigenen Post mal wieder nicht wieder in diesem Thread,
    aber man muss einige Minuten warten, bis die Steuergeräte nach dem Abschließen aufhören an der Batterie zu ziehen und man die korrekte Spannung der Batterie messen kann.

    Ich hatte hier so Kurvendiagramme gepostet.

  • Die Batterie dürfte beim Abstellen voll gewesen sein. Nach der letzten Vollladung fuhr ich am Wochenende zwei Langstrecken a 600 km.

    Hast du den Sensor abgezogen? Sonst würde ich nicht davon ausgehen.

    Corolla TS VFL 2.0l // EZ 03/2022 // Team Deutschland // Kauf mit 82.000km (12/2024)

  • Moin,


    Nach monatelanger Suche nach einem zuverlässigen Jahreswagen ist aus Vorfreude nur noch Frust übrig.

    Fast jeder Hersteller hat irgendwo Schwachstellen, die mitunter zu kostspieligen Reparaturen führen können.


    Der Corolla war eigentlich mein Favorit: sehr lange Garantie, scheinbare Zuverlässigkeit und ein schickes Design.


    Das Toyota-Problem mit der 12‑V‑Starterbatterie lässt mich aber doch zurückschrecken.

    Ob Corolla, Bz4x oder Yaris - das Problem zieht sich gefühlt durch alle aktuellen Toyota-Baureihen.


    Ich habe keine Garage und nicht die Möglichkeit, die Batterie regelmäßig mit einem Ladegerät zu laden.

    Die Batterie auszubauen und in die Wohnung zu tragen kommt verständlicherweise nicht infrage.


    Das Problem besteht bereits seit einigen Jahren, etwaige Software‑Updates für die betroffenen Modelle

    wird es wohl nicht mehr geben. Möglicherweise herrscht hier mittlerweile die gleiche Mentalität in der

    Toyota-Führungsetage wie bei vielen anderen Herstellern: Der Kunde kauft ja trotzdem.


    Es ist nachvollziehbar, dass moderne Fahrzeuge im Ruhezustand durch Funktionen wie OTA‑Updates oder

    Keyless‑Entry Strom ziehen. Die pauschale Aussage, alle aktuellen Pkw hätten Schwierigkeiten, die 12‑V‑Starterbatterie

    im Alltag ausreichend zu laden, halte ich persönlich für abenteuerlich.


    Auf der englischsprachigen Toyota‑Website gibt es einen Thread, der während der Corona‑Pandemie

    eröffnet wurde und sich mit dem Thema Wenigfahren beschäftigt.

    Auf Nutzerfragen antwortete Toyota dort häufig nur mantraartig:


    "All modern cars drain the 12v battery when they are switched off. This is due to the onboard electrical systems.

    If the 12v battery is not given a chance to recharge often enough, it can go flat. This article outlines some tips that,

    if followed, can help ensure your Toyota remains in tip-top condition.


    If you would like your car to be inspected again, please get in touch with your local Toyota Centre.


    Thank you."


    Letztlich habe ich mich gegen den Kauf eines Toyota Corolla entschieden, da ich an dessen Zuverlässigkeit in meinem

    persönlichen Alltag (Startverhalten) zweifle. Sehr wahrscheinlich werde ich mich stattdessen für einen Mazda entscheiden.

    Auch dort ist nicht alles perfekt, aber die Fahrzeuge starten zumindest.



    Ich wünsche euch allen stets eine knitterfreie Fahrt.

    Bleibt gesund und vergesst nicht zu lachen.



    Alles Gute

    Elion

  • Batterie Teil 2 bei mir. Nachdem letztes Jahr die Batterie in Italien bei Toyota auf Garantie getauscht wurde, war die Batterie wieder defekt, wollte letzte Woche nicht mehr anspringen. Toyota Euro Care hat Hilfe geschickt. Batterie wurde überprüft, und festgestellt, das die nur noch knapp 8 Volt hat. Auto ist angesprungen, der Pannendienst hat den Toyota aus der Garage gefahren und aufgeladen. Ab zur Werkstatt. Dort wurde festgestellt, das die Batterie sich nicht richtig laden läßt. Nach einem Anruf bei mir, wurde mir gesagt, das die Werkstatt jetzt eine stärkere einbaut. Jetzt bin ich gespannt, wie lange die hält. :D

  • Hast du den Sensor abgezogen? Sonst würde ich nicht davon ausgehen.

    Was Du schreibst, erscheint mir nicht schlüssig. Warum sollte die volle (mit dem Ladegerät voll geladene), fast neue Batterie während zwei 6stündigen Fahrten nicht voll geblieben sein? Bei diesen Temperaturen fährt das Lademanagement ausreichend Ladespannung auf. Und warum sollte die Batterie überhaupt leerer geworden sein? Während der Fahrt wird die 12-V-Batterie von der Hochvoltbatterie gepuffert und wird deshalb nicht leer. Deshalb schätze ich, dass sie voll war. Werde es beim nächsten mal noch nachmessen, um sicher zu gehen.


    Und die Sache mit dem Steckerabziehen möchte ich auch mal zur Diskussion stellen. Wenn ich bei voller Batterie dem Laderegler den Batteriesensor wegnehme, dann lädt der doch die volle Batterie mit Volldampf weiter und schadet damit der Batterie. Was meint Ihr?

    <3 liche Grüße, Hasu


    Corolla Hatchback 2.0 Lounge (2025)

  • aber man muss einige Minuten warten, bis die Steuergeräte nach dem Abschließen aufhören an der Batterie zu ziehen und man die korrekte Spannung der Batterie messen kann.

    Ich hatte hier so Kurvendiagramme gepostet.

    Hab ich gemacht. Kurz die Fahrertür auf, Motorhaube entriegelt und Tür wieder zu und abgesperrt. Dann paar Minuten gewartet und am Starthilfepunkt im Motorraum gemessen.


    Eine Vergleichsmessung bei geöffneter ZV, geöffneter Kofferraumklappe mit aktiver Kofferraumbeleuchtung sowohl an der Batterie und am Starthilfepunkt ergab ein um 0.1 V höheres Ergebnis, egal ob vorne oder hinten.


    Meinst Du dieses Diagrammm?


    <3 liche Grüße, Hasu


    Corolla Hatchback 2.0 Lounge (2025)

  • Hasu: Ich antworte mal auf einzelne Punkte aus zwei Beiträgen von Dir, wenn's recht ist.

    Nach 13 Tagen Standzeit habe ich heute mit dem Multimeter eine Spannung von 12.1 V an der 12-V-Batterie gemessen.

    Da fällt mir der Spruch ein: Wer viel misst, misst Mist. ;)

    Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht die Ruhespannung war. Oder wie hast Du mit dem Multimeter gemessen? Du musst damit ja erstmal an die Pole oder Messpunkte kommen. Und dazu musst Du vorher das Auto aufschließen und mindestens den Kofferraum öffnen. Wenn Du im Motorraum gemessen hast, musst Du sogar die Autotür öffnen.

    Wie auch immer, dadurch hast Du das Auto geweckt, und einige Steuergeräte sind hochgefahren plus vielleicht noch Innenbeleuchtung. Dann war die Batterie belastet, und Du hast nicht die Ruhespannung gemessen.

    Edit: Zeitgleich kam Dein Beitrag oben drüber. Ok, der Punkt hat sich erledigt.


    Was Du schreibst, erscheint mir nicht schlüssig. Warum sollte die volle (mit dem Ladegerät voll geladene), fast neue Batterie während zwei 6stündigen Fahrten nicht voll geblieben sein? Bei diesen Temperaturen fährt das Lademanagement ausreichend Ladespannung auf. Und warum sollte die Batterie überhaupt leerer geworden sein? Während der Fahrt wird die 12-V-Batterie von der Hochvoltbatterie gepuffert und wird deshalb nicht leer. Deshalb schätze ich, dass sie voll war.

    Das steht im Widerspruch zu einigen anderen Berichten hier im Thread. Wenn die Batterie knallvoll ist, wird nicht mehr geladen während der Fahrt. Jemand hatte sogar schon mal geschrieben, dass die Spannung während der Fahrt so weit abfällt, dass die Scheibenwischer Mühe haben und sehr langsam werden. Andere haben die Spannung auch während der Fahrt überwacht und die Werte hier gepostet. Habe ich aber nicht mehr im Kopf.

    Jedenfalls ist der Zielwert vom Lademanagement nicht mehr 100%. Ich glaube eher so um die 50%. Das heißt, eine extern voll aufgeladene Batterie verliert während einer mehrstündigen Fahrt wahrscheinlich mehr als im geparkten Auto.

    Und die Sache mit dem Steckerabziehen möchte ich auch mal zur Diskussion stellen. Wenn ich bei voller Batterie dem Laderegler den Batteriesensor wegnehme, dann lädt der doch die volle Batterie mit Volldampf weiter und schadet damit der Batterie. Was meint Ihr?

    Ja, das macht die Sache mit dem Stecker etwas unkomfortabel für manche Anwendungsfälle. Hat auch mal jemand hier geschrieben, dass er bei einer Urlaubsfahrt über 8 Stunden nicht die ganze Zeit ohne den Stecker fahren würde, weil dann die Batterie wohl ins Gasen käme.

    Im Alltag kann man den Stecker wohl immer gezogen lassen, wenn man kein Außendienstler ist. Dann aber nicht zusätzlich extern laden. Entweder oder, würde ich sagen. Ist aber nur gemutmaßt.

    Corolla HB 2.0 Club | Technik- u. Style-Paket | Navi | MM19-Retrofit | Audio-Umbau ESX, Focal | HUD | H&R-Spurverbreiterung VA 14mm, HA 30mm | Fußraumbeleuchtung "Ambiente" | Reifendruck-Modul | LED-Kennzeichen- und Innenleuchten