Was hält einen dann eigentlich davon ab, im Falle des Falles (Tragbild unschön, durchgefallen, aber Werte toll) einfach zur nächsten Prüforganisation zu fahren?
Was habt ihr heute so an eurem Auto gemacht?
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Häh, die Prüfkosten natürlich,dafür kannst du neue Scheiben und Beläge kaufen.
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Die Prüforganisationen (TÜV, DEKRA, KÜS, GTÜ etc.) speichern die Ergebnisse der Hauptuntersuchung in einer zentralen Datenbank. Erhebliche Mängel und nicht bestandende Voruntersuchungen wären theoretisch recht schnell sichtbar.
Neben den doppelten Prüfgebüren wäre im Ernstfall einiges im Argen. Ein Fahrzeug einfach einer anderen Prüforga vorzustellen, bedürfte der aktiven Täuschung, d.h. ein zuvor überreichter Mängelbericht würde bewusst verschwiegen.
Defekte Bremsen sind ein EM und die Frist zur Nachprüfung stellt keine Blanko Erlaubnis dar, das Fahrzeug in verkehrsunsicherem Zustand im öffentlichen Verkehr für weitere 30 Tage munter weiterzubewegen - es legt lediglich eine Nachprüffrist fest, die zur Mängelneseitigung genutzt werden soll. Schuldhaftes Zögern wäre nach Mglk. zu vermeiden. Ein gewöhnlicher Feld- Wald und Wiesenpolizist könnte einen anhalten, die Bremsanlage besichtigen und das Fahrzeug mit gefährlichem Mangel zwangsstillegen. Glaubt mal nicht, wieviele Honks da draussen mit Vollslicks oder komplett zerrisssenen Bremsen auf den AMG's rumfahren.
Nebenbei kann die Versicherung im Falle eines Unfalles den VN in Regress nehmen. Das wird in der Regel extra teuer.
Ich rate Kunden prinzipiell dazu ein Fzg. mit EM sofort/ schnellstmöglich instandzusetzen und auf Fahrten die nicht ausschliesslich dem Zweck der Überführung Nachhause oder zur Werkstatt dienen, zu unterlassen. Das kann auch ein gewöhnlicher Serviceberater schriftlich auf der Rechnung fixieren, z.B. "Kunde wurde auf Verschleisszustand der Bremse aufmerksam gemacht. Reparatur verweigert." Datum/ Unterschrift.
Nun kann man feste argumentieren, dass rostige Bremsanlagen an Hybrid und E-Fahrzeugen insbesondere auf der 2. Achse durch Rekuperation durchaus normal sind. Die Frage wieviel zuviel des Guten ist, hat jeder Prüfer ein bisschen selbst in der Hand und auch ob er/sie (1) dem Kunden eine Freibremskur auferlegt und dann die Bremse erneut begutachtet, oder (2) seinen Arsch drauf verwetten mag, dass der Glumbatsch seine Bremswerte auch nach weiteren 2 Wintern mit viel Salz erreicht und es nochmal durchkommen lässt... Da ist immer etwas Ermessen im Spiel.
Es gibt Wege (nahezu kostenlos) die Bremsen gesund zu halten und wer an Bremsen spart, spart m.M.n. auf Kosten unschuldiger Menschen die darauf vertraut haben, dass Vernunft und gesunder Menschenverstand noch nicht vollends ausgestorben waren.
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Wenn man die Scheiben und Beläge selbst tauschen kann,ist das nicht wirklich teuer. Beim FTH wird das wieder ein Millionenschaden.
Was findet ihr daran so lustig? Für den Wechsel der HA-Bremse, werden beim FTH bestimmt 350€-500€ fällig.
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Wir stimmen dir lachend zu…
Der Tausch der Bremse hinten kommt preislich direkt nach dem ZK Tausch oder der 90.000er Inspektion.
Oder dem verpassen des Inspektionsintervalls… 
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Das Wort "Millionenschaden" war, was ich lustig fand. Die Bremsen an einem Corolla waren nie ein Hexenwerk, werden auch (zumindest bis Baujahr 2026, bis dahin traue ich mir zu, dies zu beurteilen) keins werden.
Schade, dass die Händler und Servicebetriebe die Kundschaft nicht animieren, die Bremsanlage durch regelmäßiges Freibremsen und vor allem Trocken/ Heissbremsen geschmeidig zu halten.
Ein Auto das 3 Jahre lang beim Händler zur Wartung war, läuft mit vergammelten Bremsen in die erste HU nach drei Inspektionen. Dies obwohl die Bremsanlage bei jeder einzelnen Wartung sichtgeprüft werden soll. Beim ersten Anzeichen eines schlechten Tragbildes oder Riefen, wäre der Hinweis des regelmässigen Freibremsens sinnvoll platziert.
Stattdessen lässt man das Geraffel vergammeln und wechselt Teile nach 3 Jahren, obwohl viele Corolla Bremsen zwischen 6-10 Jahre locker halten können. Profit gegen Nachhaltigkeit...
Erinnert mich doch stark an den Kernschrott Prius, den man 10 Jahre lang beim FTH beim vergammeln beobachtet hat.
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Ich bin mir der Freibremserei auch bewusst, aber kann sie aus drei Gründen quasi gar nicht durchführen:
1. Die Familie mit Baby und Hund fährt bei fast jeder Fahrt mit.
2. Ich habe eine Versicherung mit Telemetrie. Eine einzige kräftige Bremsung resultiert direkt in einer Änderung des Nachlasses um über 15%, kostet mich also über hundert Euro. Ein einziges Freibremsen.
3. Ich fahre die meisten Strecken nur innerorts.
Bei der Kombination komme ich alle halbe Jahr zu der Situation, hinten etwas weg zu bremsen. Eindeutig zu wenig, wenn ich meine Scheiben ansehe. Hier wurde einfach vom Hersteller falsch dimensioniert. "Freibremsen" sollte nicht notwendig sein.
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Nicht jammern, wenn man sich freiwillig nackig macht nur um vermeintlich ein paar Kröten zu sparen.
Genieße was du gewählt hast…
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Ein Fahrzeug welches rekuperiert wird diese Probleme haben. Da ist nichts falsch dimensioniert, sondern so gebastelt, dass der Karren bei Vollbremsung von VMax auf Null eben knorzt und knarzt, raucht, tattert, rockt oder floppt - aber eben STOPPT.
Ich fahre auch mit HUK Telematik auf beiden Fahrzeugen und bislang haben mich ausschliesslich Radfahrer Geld gekostet.
Beim normalen Einsatz der Bremse auf N von 50 auf 0 oder wie bei mir 120 auf 40 kommt ohne Prozenteverlust alles in Bewegung. Ansonsten geht der Blauzahn eben mal aus und die Fahrt fehlt.
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Nicht jammern, wenn man sich freiwillig nackig macht nur um vermeintlich ein paar Kröten zu sparen.
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